Physiotherapie auch Jahre später nach einem Schlaganfall noch wirksam

Eine aktuelle Studie einer US-Vereranenklinik belegt nun, dass sich Lähmungen nach einem Schlaganfall noch Jahre später zurückbilden lassen, wenn sich der Patient in physiotherapeutische Behandlung begibt. Auf diese neue Erkenntnis weisen die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anlässlich der oben erwähnten Studie hin. Diese hatte gezeigt, dass Patienten mit Hilfe einer guten physiotherapeutischen Behandlung verloren gegangene Fähigkeiten wieder neu erlernen können, selbst wenn der Schlaganfall bereits Jahre zurückliegt.
In Expertenkreisen war bisher die Meinung gängig, dass die Erholungsphase sechs Monate nach dem Schlaganfall abgeschlossen ist. Die neue Studie der US-Veteranenklinik zeigt jedoch, dass auch über diesen Zeitraum hinaus Patienten die Chance haben, einen Teil ihrer Unabhängigkeit zurückzugewinnen”, freut sich Professor Dr. med. Karl-Heinz Mauritz von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Mit unserem erfahren Therapeutenteam in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Logoädie, können wir gezielt Patienten nach einem Schlaganfall behandeln. Die Erkenntnisse aus der oben erwähnten Studie decken sich auch mit unseren Erfahrungen.

Physiotherapie beeinflusst positiv die Harninkontinenz bei MS-Patienten

Da wir einige Patienten mit der Krankheit MS behandeln, geht es heute um die Auswirkung der Physiotherapie bei MS-Patienten (Multiple Sklerose) mit Harninkontinenz:

SAN FRANCISCO – Harninkontinenz gehört zu den Begleiterscheinungen der MS, die die Betroffenen stark belasten, da sie schambehaftet ist und die Lebensqualität deutlich einschränkt. Ein US-amerikanisches Wissenschaftlerteam hat nun eingehend die Frage untersucht, ob Physiotherapie die Beschwerden verringern und die Lebensqualität verbessern kann.

Dazu vergliche Frau Valerie Bock von der Universität San Francisco mit ihren Kollegen zusammen die Ergebnisse von sechs Studien, die den Einfluss von Physiotherapie auf die Harninkontinenz bei MS analysiert hatten. Da Ergebnis zeigte, dass Krankengymnastik einen signifikanten Einfluss auf Inkontinenzepisoden und Lebensqualität hatte. Die elektromyographischen Daten zur Blasenfunktion (Messungen an der Blasenmuskulatur) ergaben hingegen keine signifikanten Unterschiede zwischen Teilnehmern, die eine Physiotherapie erhalten hatten, und solchen, die nicht behandelt worden waren.

„Unsere Meta-Analyse deutet darauf hin, dass Physiotherapie die Belastung von MS-Betroffenen durch Inkontinenzbeschwerden deutlich mindern kann. Allerdings unterscheiden sich die Studien hierzu deutlich hinsichtlich der Dauer und der Art der physiotherapeutischen Maßnahmen. Außerdem waren an den Studien Probanden mit unterschiedlichen MS-Formen beteiligt“, schränken die Autoren ein. Sie regen an, in künftigen Untersuchungen die effektivste Form der Physiotherapie für MS-Betroffene mit Inkontinenzproblemen zu suchen.

Sport macht schlau!

Kinder verbringen immer weniger Zeit draussen und sind auch deutlich weniger körperlich aktiv als früher. Zu diesem Ergebnis kommt der Kinder- und Jugendsportbericht aus dem vergangenen Jahr.

Laut den Forschern, die in diesem Bericht zitiert werden, ist es heutzutage mehr denn je wichtig, dass Kinder und Jugendliche als Ausgleich zur Schule und den Aktivitäten am Pc, ausreichend körperliche Bewegung erhielten. Denn, von den sportlichen Aktivitäten würde auch die Leistungsfähigkeit des kindlichen Gehirns profitieren.

„Die Zeit, die man nicht am Schreibtisch verbringt, ist gut investiert und geht nicht zu Lasten von guten Noten“, können die Forscher leistungsorientierte Eltern beruhigen. Das Team um Peter Krustrup von der Universität von Kopenhagen hat die qualitativ besten Studienergebnisse zum Thema „Hirnentwicklung und Bewegung bei Sechs- bis 18-Jährigen“ auf folgende drei Punkte gebracht:

1. Aktivität und Beanspruchung des Herz-Kreislauf-Systems wirken sich positiv auf die Hirnentwicklung von jungen Menschen aus und fördern ihre Intelligenz.
2. Körperliche Bewegung vor, während und nach dem Unterricht unterstützt schulisches Leistungsvermögen.
3. Bereits moderate Bewegung hat einen positiven Effekt.

Außerdem sei die soziale Komponente durch Sport mit Gleichgesinnten nicht zu unterschätzen, betonen die Autoren und fügen hinzu: „Körperliche Bewegung kann zu mehr Selbstvertrauen, größerer Motivation und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen führen.“ Damit würden ferner Bindungen zu älteren Vorbildern, Trainern und letztendlich zu den eigenen Eltern aufgebaut. Zudem erleichtere Sport die Integration von Menschen mit anderer Hautfarbe, Religion und sexueller Orientierung.

Als Fazit empfehlen die Wissenschaftler um Krustrup, an Schulen und im öffentlichen Raum mehr Möglichkeiten für körperliche Bewegung zu schaffen. Denn welches Kind sitzt schon gerne am Schreibtisch, wenn es mit Gleichgesinnten auf dem Spielplatz herumtollen kann?

Tipps unserer Logopäden zur Sprachförderung bei Kindern

Es ist oft ganz einfach, die Sprachentwicklung eines Kindes zu fördern. Anbei einige Tipps und Anregungen von unseren Logopäden:

1. Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Kindes! Wenn Ihr Kind etwas anschaut oder zu erreichen versucht, dann ist das Kommunikation. Unterstützen Sie dies in dem Sie über den Gegenstand sprechen, den Ihr Kind sieht: „Ah, du möchtest das Auto haben!“

2. Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Sprechen! Vermeiden Sie Aufforderungen wie „Sag‘ Oma“. Es ist wichtig, dass Ihr Kind positive Erfahrung mit Kommunikation macht. Seien Sie ein Sprachvorbild und sagen das, was Ihr Kind aktuell sagen könnte: „Schau mal, da ist Oma!“.

3. Nehmen Sie sich jeden Tag Zeit mit Ihrem Kind gemeinsam zu lesen und Bilderbücher anzuschauen. Benennen Sie alles, was Sie sehen und ermuntern Sie Ihr Kind alle Dinge zu zeigen, die Sie sagen. Bücher in denen sich die Bilder und Wörter wiederholen sind dafür gut geeignet.

4. Seien Sie lustig! Singen Sie Lieder. Bei Liedern, die Ihr Kind gut kennt können Sie immer mal wieder ein Wort auslassen – Ihr Kind wird anfangen, die Wörter mitzusingen und die Lücken zu füllen.

5. Wenn Sie Ihr Kind nicht richtig verstanden haben, begrenzen Sie die Auswahl an Möglichkeiten. Ihr Kind wird weniger Stress haben und sich mehr auf die Sprache konzentrieren können, wenn Sie in so einem Fall nur zwei Gegenstände zeigen und fragen „möchtest du den Ball oder den Bären?“.

6. Reden Sie mit Ihrem Kind über die Dinge, die Sie gerade tun. Geben Sie Ihrem Kind dabei die Möglichkeit, das Gesagte zu wiederholen oder zu antworten.

7. Achten Sie auf die Reihenfolge in Ihrer Sprache. Sagen Sie „erst müssen wir essen, dann können wir spielen“ und nicht „wir spielen nach dem Essen“. Und bleiben Sie dann bitte konsequent.

8. Benutzen Sie Bilder! Machen Sie Fotos von Ereignissen des Tages, vom Besuch bei den Großeltern, vom Besuch im Park, dem Ausflug in die Eisdiele…) um mit Ihrem Kind darüber zu reden. Erstellen Sie Fotoalben und nutzen Sie diese wie ein Bilderbuch.

9. Denken Sie daran: Sprache begegnet Ihrem Kind immer und überall. Setzen Sie Ihr Kind auch immer der Sprache aus, auch wenn es manche Dinge vielleicht noch nicht verstehen kann. Wenn Sie mit Ihrem Kind unterwegs sind, beschreiben Sie was Sie sehen und stellen Fragen. „Ich sehe einen Hund! Wie macht der Hund?“

10. Machen Sie es sich und Ihrem Kind nicht zu kompliziert. Die einfachsten Dinge und Spielsachen können mit Sprache in Verbindung gebracht werden. Seifenblasen, spielen mit einem Ball oder im Sandkasten. Alles kann die Entwicklung der Sprache Ihres Kindes unterstützen, ganz einfach in dem Sie darüber reden.

Sie haben noch Fragen? Unsere Expertinnen in der Logopädie stehen Ihnen gerne zur Verfügung!

 

Neurofeedback im Spitzensport

Immer mehr Spitzensportler nutzen die Möglichkeiten, die ihnen das Neurofeedback bietet, um auf den Punkt Spitzenleistungen abzurufen. Diese Form des Neurofeedbacks, nennt sich Peak Performance Training. 2006 hat die italienische Fußballnationalmannschaft mit dem Neurofeedbacktraining den WM-Titel in Deutschland erreicht. Beim Fußballclub AC Mailand ist Neurofeedback ein fester Bestandteil geworden. Auch der ehemalige Abfahrtsweltmeister, Hermann Meier, schwörte während seiner aktiven Zeit darauf. Einige Tennisspielerinnen, wie z.B. Marie Pierce, oder auch Motor2-Fahrer, Max Neukirchner, nutzen Neurofeedback, um im richtigen Moment die Balance zwischen Entspannung und hundertprozentiger Konzentration zu erreichen.

Neurofeedback ist eine wissenschaftlich fundierte Trainingsmethode, bei der man mit Hilfe von visuellen und akustischen Rückmeldungen lernt, gezielt Einfluss auf mentale Zustände zu nehmen, um die eigene Gehirnaktivität besser zu regulieren.

Beim Neurofeedback messen am Kopf befestigte Elektroden die Hirnwellen. Dabei wird die elektrische Aktivität des Gehirns mit Hilfe eines sogenannten Elektroenzephalogramms (EEG) aufgezeichnet und in Echtzeit zurückgemeldet. Dadurch lernt der Spitzensportler gezielt die notwendigen Gehirnwellen zu verstärken, die für die jeweilige Situation wichtig für ihn sind. Aufbauend darauf werden durch das Training die Zustände automatisiert. Der Sportler lernt, diesen optimalen Zustand dauerhaft zu festigen und in den sportlichen Alltag zu integrieren.

Eine Neurofeedbacksitzung dauert 45 – 60 Minuten und sollte 1-2 mal in der Woche angewandt werden.

Die meisten unserer Patienten nutzen Neurofeedback allerdings, um die Symptome bei Krankheiten wie AD(H)S, Tinnitus, Migräne, Schlafstörungen, Depressionen, Burnout, Kopfverletzungen, Autismus, chronische Schmerzen, etc., zu reduzieren, bzw. zu beseitigen. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Therapiearten/Neurofeedback, hier auf unserer Homepage.

Astronauten der NASA trainieren mit Neurofeedback!

Wussten Sie, dass die NASA seit über zwei Jahrzehnten ihre Astronauten mit dem Neurofeedbackverfahren, fit für den Weltraum macht?

Neurofeedback wird nicht nur bei einer Reihe von Krankheiten wie ADHS, Burnout, Depressionen, Migräne, Schlafstörungen, Tinnitus, Demenz, Parkinson, Epilepsie, Boderline, Suchterkrankungen und Autismus erfolgreich eingesetzt, sondern es wird auch angewandt, um die Konzentrationsfähigkeit und die Gehirnleistung zu steigern. Die NASA hat bereits Mitte der 90er Jahre die enorme Wirkung der Neurofeedbacktherapie erkannt, und trainiert damit regelmäßig ihre Astronauten. Dieses Verfahren nennt man Peak Performance Training.

Bei uns im Gesundheitszentrum arcanum behandeln wir mit Neurofeedback mittlerweile nicht nur Patienten, sondern auch immer mehr Künstler, Musiker und Manager, die damit ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit verbessern.

Was tun bei Rückenschmerzen?

Wenn der Rücken schmerzt sollte man vor allem eines nicht tun: ausruhen. Mit professioneller Physiotherapie kann man dem Schmerz erfolgreich entgegenwirken. Wichtig ist, in den ersten zwei Wochen das Problem aktiv anzugehen.

Dass es sinnvoll ist, konsequent die Rückenprobleme in Angriff zu nehmen, belegt eine Studie der US Army, die auch für Zivilisten interessant ist.

Mehr als zehn Millionen Menschen sind in den USA über das Militär krankenversichert, Soldaten, ehemalige Soldaten und ihre Familien. Mehr als 750.000 der Versicherten ließen sich in den Jahren 2011 bis 2013 aufgrund von Schmerzen im unteren Rücken behandeln. Die Patienten hatten diese Beschwerden zum ersten Mal. Sie waren im Durchschnitt 37 Jahre alt.

In den 90 Tagen nach der Diagnose begannen 123.000 von ihnen eine Physiotherapie. Davon fing aber nur jeder Vierte sehr schnell damit an – in den ersten zwei Wochen.

Die Schnelligkeit lohnte sich, für die Patienten. Die Autoren der Studie haben sich angeschaut, wie es den Rückenpatienten in den zwei Jahren nach ihrem ersten Arztbesuch erging. Patienten, die spätestens nach 14 Tagen vom Therapeuten angeleitet ihren unteren Rücken bewegten, mussten „signifikant seltener“ operiert, gegen ihre Beschwerden gespritzt, in Computertomografen geschoben und mit Schmerzmitteln versorgt werden.

Sie haben Fragen zum Thema Rückenschmerzen? Unsere Physiotherapeutenteam im arcanum Ludwigsburg ist spezialisiert auf die Behandlung von Rückenproblematiken. Sowohl im Rahmen der Physiotherapie, als auch mit dem medizinischen Gerätetraining können wir Rückenschmerzen erfolgreich behandeln. Gerne können Sie uns kontaktieren!

Tinnitus erfolgreich behandeln – mit Neurofeedback!

Die Ergebnisse der Studien decken sich mit unseren Erfahrungen. Mit der Neurofeedbacktherapie behandeln unsere Therapeuten im arcanum sehr erfolgreich Patienten mit Tinnitus.
Anbei das Fazit eines Artikels, in dem es um die Wirksamkeit von Neurofeedback hinsichtlich der Behandlung von Tinnitus geht. In diesem Zusammenhang wird auf diverse Studien von Universitätskliniken in Marburg, Mainz und Konstanz verwiesen, die alle die Wirksamkeit des Neurofeedback bei Tinnitus bestätigen:
„[…]bestätigt, gerade bei Tinnitus, den „Charme“ dieser nichtmedikamentösen (und damit nebenwirkungsfreien) Therapie. Ja, verschiedene wissenschaftliche Teams hätten den Nachweis erbracht, dass Tinnitus mit spezifischen Änderungen des Hirnwellenprofils verknüpft ist. Ein idealer Ansatz für Neurofeedback also: „In Studien und Forschungen, zum Beispiel an der Römerwallklinik Mainz und den Universitätskliniken in Mainz, Konstanz und Marbug, wurde aufgezeigt, dass Tinnitus mit Neurofeedback erfolgreich therapiert werden kann. Die Patienten lernen, ihren oszillatorischen Rhythmus zu ändern und damit eine deutliche Reduzierung der Belastung und Lautstärke zu erzielen![…]“Quelle: akademie-neurofeedback.de

Kinderbobaththerapie im arcanum

Die Kinderbobaththerapie umfasst eine große Bandbreite von zu behandelnden Erkrankungen:

– auffällige Bewegungsmuster (z.B: motorische Unruhe, Bewegungsarmut, stereotype Bewegungen, Bevorzugung einer Körperseite)
– Fehlhaltungen
– Entwicklungsverzögerung
– Tonusregulationsstörungen
– orthopädische Krankheitsbilder wie Fußfehlstellungen, Wirbelsäulenverkrümmungen (auch KISS-Sydrom, Schiefhaltung des Kopfes mit einseitiger Kopfdrehung und Kopfneigung)
– Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Gangunsicherheiten
– Probleme der Wahrnehmung (propriceptive, taktile und vestibulare Einordnungsproblematik)
– Störung des Schlaf-Wach-Rythmus, Ess- und Trinkstörungen im Säuglingsalter
– Risiko-Babys, wie Frühgeborenen und Mehrlingen, Kinder mit Gendefekten

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns!